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3 Tage, 3 Tore, 3 Punkte Eiserne Exiler, Eisern Union
Es war ein Wochende wie es sich kein Drehbuchschreiber in Hollywood hätte ausdenken können.
Aber alles schön der Reihe nach:
Freitag, den 4.4.08
Während die Exiler aus der Ulmer Umgebung sich gegen 11 Uhr schon langsam auf den Weg machten saß ich in Remscheid wie auf heißen Kohlen und zählte die Minuten.
Über Göppingen und Mainz ging es für die nunmehr 8 Exiler Richtung NRW. Der Verkehr lief soweit ganz gut und so kamen sie gegen 17.50 Uhr am vereinbarten Treffpunkt auf dem Rasthof Hösel an. Das war zwar etwas später als vorher eingeplant aber das sollte der guten Stimmung nichts entgegenstellen.
Etwa um 18.30 Uhr erreichten wir unser Hotel "Stadt-Hotel Gladbeck". Sachen raus aus den Autos und ab ins Zimmer. Die Zimmer waren gut ausgestattet. Bis auf meins. Das war kein Zimmer es war eher eine Suite mit kleinem Wohnbereich, großem Badezimmer und Terasse über den Dächern von Gladbeck. Egal ich hab mich nicht beschwert.
Nachdem sich alle kurz frisch gemacht haben ging es runter. 100m um die Ecke herum befand sich das Brauerei-Hotel "Alte Post". Getränke und Speisen zu guten Preisen. Eine lustige Runde von Unionern hatten sie wohl nicht gerade erwartet und so zogen wir einige neugierige Blicke auf uns. Natürlich mussten wir mit unserer kleinen Reisegruppe die Tischanordnung ändern. Wir wurden sehr freundlich bewirtet und alles was auf den Tellern übrig war aß unser Olaf. Auch den Getränken sprachen wir herzlich zu so das der Abend erst kurz nach Mitternacht endete.
Samstag, 5.4.08
Um 8 Uhr morgens war allgemeines wecken angesagt. Kurz nach neun traffen auch endlich die letzten im Frühstücksraum ein. CD eingelegt und wir hätten fast ein perfektes Frühstück haben können. Aber leider habe ich den Toaster auf Steinkohle eingestellt. Jedoch nach 5 Minuten lüften konnte man schon wieder was sehen. Mit Unionmusik im Hintergrund schmeckte das Frühstück nochmal sogut. Ob das allerdings die 5 Rostocker auch so empfanden die gegen 9.30 Uhr den Raum betraten weiß ich nicht. Auf jeden Fall machten sie Gesichter als hätten sie das Spiel gegen Schalke schon verloren.
Im Anschluss gab es ein kleinen Bummel ...

... durch die kleine City von Gladbeck.
Doch es stand noch der kulturelle Punkt auf dem Exilertagesplan. Also rein in den Kleinbus und auf ging es nach Bottrop. Dort besuchten wir auf einer stillgelegten Zeche die auch ausgeschildert ist auf der Industrieroute Ruhrgebiet das Tetraeder oder wie unser Gudentag liebevoll sagte die "Piramüde".
Es war ein langer Aufstieg...

...der sich aber lohnte. Nachdem wir den 90m hohen Berg erklommen hatten (ja auch im Ruhrpott gibt es einen) standen wir vor diesem baulichen Kunstwerk. Sechs von uns schafften es bis hier hin. Aber nur ganze Fünf wagten den Aufstieg. Es war eine ware Mutprobe. Der Wind pfiff uns um die Ohren und die Höhenangst die uns zum Teil ereilte war auch nicht gerade von Vorteil. Die Plattformen in 20m, 38m und 42m Höhe sind mit den Treppen beweglich an Stahlseilen in die Konstruktion eingehängt. Die letzte Plattform ist ein Ring mit 8m Durchmesser und einer Neigung von 8°. Jeder Gipfelstürmer lief oben eine Runde damit wir am nächsten Tag nicht verlieren. Eva lief drei Runden für 3 Auswärtstore.
Leider gab es kein Gipfelstempel und so mußten wir uns nach dem kompletten Abstieg mit einem Bier belohnen.
Im Anschluß ging es wieder Richtung "Alte Post" wo wir wie am Abend zuvor super bewirtet wurden. Noch etwas Entspannung auf dem Hotelzimmer und schon ging es für die ersten los zum Brauhaus Bottich, denn wir hatten André einige Tage zuvor versprochen beim Aufbau zu helfen. Es waren aber schon mehr Unioner vor Ort als erwartet, so das für uns nicht mehr viel zu tun war. Also stellten wir ein paar Tische aneinander und makierten so unseren Standort für diesen Abend.
So langsam trafen auch die anderen ein und wir machten uns Sichtbar...

... durch das aufhängen unseres Banners.
Eigentlich hätte es losgehen können jedoch fehlten noch Gäste. Diese trafen dann kurz vor sieben ein. Es waren die Leute vom S04-Fanclub "Partywaggon". Ohne Pauke mit Trompete zogen sie ein.
Endlich, mit einer Stunde Verspätung, konnte das 3. Exilertreffen in Bottrop eröffnet werden. Dieses geschah wie sollte es anders sein durch singen der Hymne. Das ganze wurde musikalisch am Keybord von Blackmore`s Sohn begleitet. Haste toll jemacht Kleener.
Im Anschluß wurden die Exiler der einzelnen Bundesländer begrüßt. Wir waren diesmal mit 3 Bundesländern vertreten. Na mal schauen wieviel es nächstes Jahr werden. Kontakte wurden reichlich geknüpft.
Es war ein fröhliches Fest das seines gleichen sucht. Ein Höhepunkt jagte den nächsten. Bier und andere Getränke flossen schneller als das Wasser der Niagara-Fälle. An dieser Stelle ein grosses Lob an unseren Gastgeber, dem Brauhaus Bottich, ihr wart große Klasse als Gastgeber.
Einer der Höhepunkte des Abends war der Besuch von Detlef Schneeweiß und Christian Beeck die sich knapp eine Stunde den Fragen der Moderatoren und der Exiler stellten. Besonders erwähnenswert awr die Aussage von CB zur Frage nach Guido Spork. Die er sinngemäß mit " man braucht einen wie Spork, aber ich wünsch mir keine elf Guido Spork`s in einer Mannschaft" beantwortete.
Es gab natürlich wieder das bekannte Quiz "Wer wird Unionär". Dieses wurde diesmal nach der fünften oder sechsten Entscheidungsfrage gewonnen. Kurz darauf wurden bei einer Tombola noch einige Preise verlost. Ich hatte das Glück und gewann einen Spielerball mit den Autogrammen der Mannschaft.
Anschliessend wurden noch unsere Sangeskünste gefordert. Beim Union Song Contest der letzten 2-3 Jahrzehnte klangen lang nicht mehr gehörte Union-Lieder durch den Saal die Erinnerungen weckten.
Ich will natürlich nicht unterschlagen das im Laufe des Abends auch noch Eddy...

... mit dem Rot/Weissen Barkas vorgefahren kam und den Parkplatz und darüberhinaus mit unserer Hymne beschallte. Das war ganz großes Kino.
Pünktlich um 0.00 Uhr wurden zwei Unioner auf die Bühne gebeten mit den Worten " Wenn um diese Zeit zwei Unioner auf die Bühne gerufen werden weiß man ja warum". Da ich einer von diesen zwei war möchte ich mich an dieser Stelle für das Ständchen, für die Glückwünsche und natürlich für die Geschenke recht herzlich bedanken.
Aber so langsam neigte sich dann die Feier dem Ende zu. Unsere Schwaben machten ihrer Herkunft alle Ehre und füllten den Rest aus dem Fass in eine leere Wasserflasche. So langsam wurde der Saal leerer und wir kamen nach einer geilen Feier in den frühen Morgenstunden im Hotel an. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir schondie Nacht wird kurz, aber egal. Wie heißt es so schön "Hurra wir sind Unioner....
Sonntag, den 6.04.2008
Kurz nach Acht öffneten sich die ersten Augen und Türen im Hotel. Nachdem sich die Anzahl der Exiler in der Nacht auf 11 erhöhte machten wir den Frühstücksraum etwas voller. Musik an und es schallte Nina Hagen durchs Hotel. Alle achteten peinlich genau darauf das ich nicht mehr den Toaster bediene. Ich würde an dieser Stelle gern so manches Gespräch wiedergeben jedoch würde das den Rahmen sprengen. Wir haben auf jedenfall viel und laut gelacht. Gerade als wir darüber philosophierten ob die Rostocker schon heulend nach Hause sind betraten 5 Ostseemumien die Räumlichkeit. Wir begrüßten sie freundlich mit den Worten " Alles nicht so schlimm, wir sehen uns nächstes Jahr ".
Allgemeine Aufbruchstimmung hallte durch die Gänge als wir das Hotel verliessen. Wiedermal machten wir uns auf den Weg zum Brauhaus Bottich. Koffer und Taschen wurden gut in den Autos verstaut und es ging los zum Brunch.
Die ersten standen schon vorm Brauhaus als wir eintrafen. Also rein Tische erobert und was des einen Brunch ist des anderen Frühshoppen. Unser Orga-Team dachte an alles und hatte für eine große und leckere Brötchentafel gesorgt. Dann kam er der Mann auf den alle gewartet haben, nein nicht der Ober mit dem Bier, nein es kam der Dirk Zingler um sich den Frage der Moderatoren und Exiler zu stellen.
Es ging natürlich um die Stadionfrage. Dirk Zingler beantwortete die Fragen aber irgendwie war es auch nichts was er sagte. Das Ende vom Lied wir haben noch nicht viel erreicht. Gesprächsbereitschaft des Senats und Protokolle, damit ist das Archiv schon voll. Also der Kampf geht weiter.

Die zwei Stunden vergingen wie im Flug und der wichtigste Termin stand noch offen. Und schon ging es wieder in die Autos und ab nach Essen.
Mit Polizeieskorte ging es für unseren kleinen Convoy (3 Fahrzeuge) zum Stadion. Dort erwarteten uns wiedermal übereifrige Polizeibeamte. Naja ich will nicht mehr dazu schreiben sonst kommt mir wieder die Galle hoch.
Es dauerte sehr lange um durch die ganzen Sicherheitsschleusen ins Stadion zu gelangen. Aber dann war es endlich soweit. Die Stimmung unter den knapp 1500 Unionern war super. Das einzige was noch einem Sieg entgegenstand war dei erste Halbzeit. Ein ums anderemal mußte unsere Nummer Eins in höchster Not retten. Und das es zur Halbzeit noch 0:0 stand lag auch am Unvermögen der Essener.
In der zweiten Halbzeit zeigten unsere Jungs was die Essener in der ersten Hälfte falsch gemacht haben. Ganz einfach: Wenn du eine Chance hast mach sie rein. Und wir machten es 3mal.
Ein Lob der kompletten Mannschaft. Gratulation an Biran für sein erstes Tor in einem Regionalligaspiel für Union. Gratulation an Big Ben für sein Tor nach langer Zeit. Gratulation an die gesamte Mannschaft für so einen schönen Abschluß eines schönen Wochenendes.
Wir standen noch bis 17.00 Uhr vor dem Stadion bis auch wir uns verabschiedeten. Alle waren sich einig:
Das muß man unbedingt wiederholen. Am besten nächstes Jahr im Süden.
Unser Dank gilt:
Dem Orga-Team, dem Personal vom Hotel, Brauhaus Alte Post Gladbeck, Brauhaus Bottich in Bottrop, der Mannschaft für den geilen Sieg.
Mein Dank gilt zusätzlich:
Den Gratulanten, der Glücksfee das sie mein Los zog, Andreas Schwadten (Freitags in die "Grüne Hölle") für das tolle informative Gespräch und natürlich euch anderen Exilern das es euch gibt (jeder weiß wer gemeint ist)
Euer Buster
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